Modekonzern Appelrath Cüpper wird von der Konkurrenz übernommen

Im Mai 1882 von Reiner und Nettchen Appelrath gegründet, blickt das Modehaus auf eine Geschichte von über 130 Jahren zurück. Zuletzt war das Traditionsunternehmen mit bundesweiten Filialen jedoch wirtschaftlich ins schwanken geraten.

Zusätzlich durch die Einschränkungen und dem Umsatzrückgang im Zuge der Pandemie beschleunigt, waren davon insgesamt 16 Filialen und rund 900 Arbeitsplätze betroffen.

Folglich war das Modeunternehmen gezwungen 2020 in die Insolvenz zu gehen, die dann zum Jahresende 2020 auch erfolgreich abgeschlossen wurde. Nach Angaben des Generalbevollmächtigten Jasper Stahlschmidt, wurde daraufhin das Insolvenzverfahren aufgehoben. Verantwortlich dafür sei das Amtsgericht Köln.

Zurückblieben zunächst bangende Mitarbeiter und eine ungewisse Zukunft für das einst so erfolgreiche Unternehmen Appelrath-Cüpper.

Hintergrund der wirtschaftlichen Krise bei Appelrath Cüpper

Die News rund um die schwierige wirtschaftlich Lage des Modeunternehmens, dürften für aufmerksame Beobachter nicht ganz so überraschen gewesen sein.

Das Modehaus hatte bereits vor der sogenannten Corona-Krise, die den Einzelhandel besonders hart trifft, mit wirtschaftlichen Herausforderungen zu kämpfen.

Doch bei Appelrath-Cüpper war man gewillt, sich neuen Konzepten und Strukturen zu öffnen, um den Umsatz erneut zu steigern und das Unternehmen für die Zukunft fit zu machen. In Folge dessen wurde bei eine Neustrukturierung eingeleitet, die das Unternehmen wirtschaftlich wieder nach Vorne bringen sollte.

2019 erwirtschafte das Haus mit 16 Filialen in ganz Deutschland einen Jahresumsatz von rund 110 Millionen Euro und befand sich zu Beginn der Corona-Krise mitten im Restrukturierungsprozess.

Als zu Beginn des Jahres 2020 dann die Umsätze wieder deutlich einbrachen, wurde im April 2020 beim Amtsgericht Köln ein Insolvenzverfahren in Eigenregie beantragt und auch genehmigt.

Wichtigste Begründung war damals der Umsatzeinbruch, bedingt durch die Pandemie.

Hoffnung für die bestehenden Filialen

Der neue Besitzer des Unternehmens ist kein Unbekannter. Es handelt sich um den österreichische Unternehmer Peter Graf. Der Textilhändler ist unter anderen Miteigentümer von Kleider Bauer, eines der größten und erfolgreichsten Modegeschäfte in Österreich, zudem insgesamt circa 27 Filialen und 1000 Mitarbeiter zählen.

Auch bei Kleider Bauern handelt es sich um ein Unternehmen mit Geschichte, das bereist 1951 gegründet wurde. Mittlerweile ist es österreichweit erfolgreich und mit Standorten in allen Regionen des Landes vertreten.

Zukunft für Appelrath-Cüpper dank der Konkurrenz

Es scheint , als sei der Kauf durch den österreichischen Konzern die Rettung der 16 deutschen Filialen von Appelrath-Cüpper. So ließ das Unternehmen mitteilen, dass nach Abschluss des Insolvenzverfahrens und der Übernahme durch Kleider Bauer alle Filialen bestehen bleiben sollen. Auch die Mitarbeiter können zumindest teilweise aufatmen, da es vorgesehen sei, den Großteil der Arbeitsplätze zu erhalten.

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